14.05.2009: "Wie wirst Du Schriftsteller?" - eine andere Lehrstunde des "Regenbogenfisch"-Autoren Markus Pfister

Sein Name mag vielleicht nicht so vielen im Gedächtnis sein, aber wer kennt nicht den "Regenbogenfisch"?! 1992 machte ihn diese verzaubernde Geschichte nahezu weltberühmt. "Der Regenbogenfisch" wurde in unzählige Sprachen übersetzt, mitgebracht hatte er am Morgen des 14. Mai 2009 nicht nur die englische und französische, sondern auch die russische und chinesische Ausgabe des Buches und - die hebräische und koreanische Ausgabe, die - entsprechend der Sprachen - andersherum gedruckt worden ist.
Marcus Pfister wurde 1960 in Bern, der Hauptstadt der Schweiz, geboren, und war Grafiker. 1986 hat er sein erstes Kinderbuch veröffentlicht, arbeitet seitdem nur noch als Kinderbuchautor und -illustrator. Zum Glück! Denn an diesem Morgen zeigte er den versammelten Kindern, wie er arbeitet:
Was steht am Anfang eines Bilderbuches? - Ein Bild? Eine Geschichte? Eine Idee! Und die bestand aus einem Ei. Doch plötzlich bekommt das Ei einen Schnabel, dann zwei Augen, und ist plötzlich ein Tier. Zwei Flügel an der Seite - und schon könnte es ein Vogel sein. Doch nein, es bekommt noch Füße und ein kleines Haarbüschel - es ist ein Pinguin, ein Pinguin, der aber fliegen möchte. Und schon ist die Geschichte fertig.
Markus Pfister hat dann noch sein Buch "Die Monsterparty" vorgestellt, ein Buch mit vielen in den Seiten versteckten Monstern, die sich in allen möglichen dunklen Ecken verbergen, und ganz nett werden, wenn man sie aus der Dunkelheit herausholt. Markus Pfister "bastelt" Bücher, Bücher mit verdeckten Seiten, in und zwischen denen es immer wieder Erstaunliches zu entdecken gibt. Wie das in die Bücher hineinkommt? Ideen muss man haben!
Zum Schluß hat jedes Kind ein Blatt Papier und Stifte bekommen, um selbst ein Tier zu malen, und plötzlich wurde aus der Lesung eine Zeichnung - nein, so heißt das nicht! Es war eine zauberhafte Lehrstunde, wie man SchriftstellerIn werden kann.
Marcus Pfister hat sich übrigens wohl gefühlt - bei uns und mit den Kindern! Vielleicht lag das auch an dem Märchen, dass eines der Kinder geschrieben hatte und zum Schluß vorgelesen und Marcus Pfister geschenkt hat.