Nachts auf dem Doberaner Platz

Nachts auf dem Doberaner Platz

Der Doberaner Platz ist der wohl wichtigste Umsteigeknotenpunkt von Bussen und Straßenbahnen. 2007 sind der Doberaner Platz sowie der benachbarte Gertrudenplatz sowie der Platz Am Brink vollständig umgestaltet worden. Seitdem ist der Platz für den Kfz-Durchgangsverkehr gesperrt - eigentlich. "Pflasterstrand" könnte man heute den Doberaner Platz benennen - eine kahle Steinwüste, die nicht gerade einladend und zum Verweilen wirkt. Nachts macht sich immer wieder Gewalt unterschiedlichster Coleur auf dem Platz breit, morgens häufig übersäht mit einem Meer von Glassplittern.
Da rauscht immer noch eine Menge Durchgangsverkehr von der Doberaner Straße direkt am Platz vorbei in Wismarsche und Feldstraße, Fahrradfahrer scheinen für die verantwortlichen Planer unbekannt gewesen zu sein - man hat sie schlicht vergessen, dass auch hier Verkehrsteilnehmer sein könnten, aber die Chance, irgendwann als "fahrradfreundlich" zu gelten, hat die Stadt ja auch an vielen anderen Stellen vertan. Gegen verkehrswidrige Linksabbieger wurden zwischenzeitlich Schwellen und Barken für einige tausend Euro montiert. Die Barken sind samt und sonders wütigen Autofahrern zum Opfer gefallen, die Schwellen liegen noch, aber sind reichlich in Mitleidenschaft gezogen, und die Autofahrer haben sich mittlerweile an den Geschicklichkeitstest gewöhnt, der zum möglichst holperfreien Überqueren nötig ist.
Nein, es ist nicht so richtig gelungen, den Doberaner Platz für die Rostockerinnen und Rostocker zum pulsierenden Kernplatz der Kröpeliner Tor-Vorstadt umzugestalten. Es wird Zeit, dass sich einiges ändert, nicht nur am Doberaner Platz.