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Robert Gernhardt, Was das Gedicht alles kann: Alles
Robert Gernhardt, studierter Maler und Germanist, trat 1964 in die Redaktion der satirischen Zeitschrift »Pardon« ein, er war Mitbegründer der "Neuen Frankfurter Schule und 1979 der satirischen Monatsschrift »Titanic«. Er schrieb für OTTO und an den Drehbüchern der OTTO-Shows und -Filme mit. Er schrieb unzählige Gedichte und machte das Gedicht wieder publikumsfähig, seine Lyriklesungen waren besucht wie die von Bestsellerautoren (in Rostock waren es über 300 ZuhörerInnen gewesen).
Er war kein "Comedian", er war ein feinsinniger, scharfer, liebevoller Sprachartist. Und ... er hat auch über andere geschrieben, Reflektierendes und Selbstreflektierendes.
Lutz Hagestedt, Professor für Neuere und neueste deutsche Literatur an der Universität Rostock, und Johannes Möller, Jurist im Bundeswirtschaftsministerium haben Gernhardts Artikel, Betrachtungen, Gedichtbesprechungen und Vorlesungen zur Poetik des Gedichts zusammengetragen und herausgegeben. Herausgekommen ist ein 602 Seiten dicker Band, der nicht nur für Literaturwissenschaftler und Gernhardt-Fans ein Muss ist, sondern - wie sollten wir es von Gernhardt anders erwarten - so vergnüglich und spannend zu lesen ist, wie für Andersinteressierte Stephen Hawkings Bücher über Universum und Zeit. Vor allem vergnüglich: Man beneidet im Nachhinein die StudentInnen, die ihm in Düsseldorf, Essen und Frankfurt in seinen Poetikvorlesungen lauschen konnten.
Es ist ein Buch, um sich selbst dem Gedicht, der Lyrik wieder zu nähern, die in unserem Literaturbetrieb sträflich beiseitegeschoben ist, ein Buch - rechtzeitig vor Weihnachten erschienen - zum Blättern, zum Lesen hier und da, zum Verlieren, zum Zeitverstreichenlassen, bis man plötzlich aufblickt und feststellt: "Erna, der Baum nadelt!"
Buchtitel:
Was das Gedicht alles kann: Alles
Verlag:
Fischer
Preis:
22,95 €
Seitenumfang:
608 Seiten
Einband:
Hardcover 








