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Heike Geißler: "Nichts, was tragisch wäre"
Donnerstag, 4. Juni 2009 - 20:00
Heike Geißler, geboren 1977 in Riesa, lebt heute in Leipzig. 2001 debütierte sie mit dem Roman "Rosa", 2006 war sie als Stipendiatin zu Gast im Künstlerhaus Lukas, 2007 erschien von ihr "Nichts, was tragsich wäre", nun arbeitet sie an ihrem dritten Roman. In diesem Frühjahr ist sie Stipendiatin in der Sinecure Landsdorf (zwischen Rostock und Stralsund), wird an diesem Abend den "Zwischenstand" darstellen, auch aus bisherigen texten lesen und sich im Gespräch dem Publikum stellen.
Für ihren Debütroman "Rosa" wurde sie 2001 mit dem Alfred-Döblin-Förderpreis ausgezeichnet:
"Rosa ist eine junge Mutter, »die zu ihrem Kind gehört«, aber ihre Flucht vor der Familie provoziert einen Reigen der Begegnungen, alle spitz auf Knopf genäht: riskant, beschämend, panisch, gleitet Rosa »durch einen Strudel«. Überfordert mit dem Leben, dem Kind, dem Freund flüchtet sie in ein neues Leben. Halb Jugendliche, halb Erwachsene, findet sie eine Bleibe in Berlin. Sie putzt den Vormieter aus ihrer neuen Wohnung und findet einen Job als Kellnerin. Sie pumpt die überschüssige Milch ab, die in ihre Brüste schießt, sie erlebt ihren die Mutterschaft beweisenden Körper als Zumutung. Nichts ist ihr ein Trost".
Ihr Roman "Nichts, was tragsich wäre" erzählt von einer kuriosen Beziehung: Eine Autorin verliert in ihrem neuen Roman ihre Lieblingsfigur. Diese weigert sich, beschrieben zu werden, will eine andere Geschichte. Die Autorin wehrt sich. »Daß beim Schreiben über Schreibblockaden oft ganz wunderbare Bücher entstehen, beweist Heike Geißler mithin ein weiteres Mal«, urteilte die Stuttgarter Zeitung.
In diesem Jahr ist Heike Geißler Mitglied der Abendjury für den MDR-Literaturpreis.
Autorinhomepage: http://www.heikegeissler.de
Das Künstlerstipendium Sinecure (lat. ›Ohne Sorge‹) wird seit 2008 in enger Abstimmung mit dem Institut für Germanistik der Rostocker Alma Mater vergeben. Pflichten sind damit nicht verbunden, doch impliziert das Angebot neben der Poetikvorlesung und dem Begleitseminar auch eine Lesung bei uns in Rostock.









