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Sherko Fatah, Ein weißes Land
Dienstag, 10. Januar 2012 - 20:00
Der junge Araber Anwar wächst im Bagdad der 30er Jahre auf. Er kommt aus einfachen Verhältnis-sen, aber sowohl die Welt der Tagelöhner als auch die der verlok-kenden Paläste der Reichen sind ihm fremd. Er träumt von einem anderen Leben, von unverschleierten Frauen und rauchverschleierten Cafés. Der Zweite Weltkrieg bricht aus. Im Gefolge des Großmuftis von Jerusalem, eines Bundesgenossen der Nationalsozialisten in Deutschland, kommt er 1941 nach Berlin. Doch statt sein Glück zu finden, verliert er sich im Räderwerk des Krieges. Anwars Weg führt in die muslimischen Verbände der Waffen-SS, führt nach Weißrussland und endet bei der Niederschlagung des Warschauer Aufstandes. Anwar wird überleben, wird in die Heimat zurückkehren, aber seine Träume sind alle grausam zerstört.
Sherko Fatah , geboten 1964 in Berlin/DDR, siedelte 1975 über Wien nach Berlin/West über, wo er heute noch lebt.
Moderation: Prof. Lutz Hagestedt.









