Volker Weiß, Deutschlands neue Rechte

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Donnerstag, 22. März 2012 - 20:00
Volker Weiß, Deutschlands neue Rechte

Volker Weiß, Deutschlands neue Rechte Angriff der Eliten – Von Spengler bis Sarrazin *

Wie die Neue Rechte salonfähig wird.

Die Forderung nach »Elite« hat Konjunktur. Dabei wohnt der Debatte die Tendenz inne, vom Bestehen gesellschaftlicher Funktionseliten auf die Existenz einer generell höher begabten Menschengruppe zu schließen. Die Befähigung zur »Elite« wird schließlich auf die biologische Disposition einer privilegierten Gruppe zurückgeführt: ihre »Rasse«, vererbte Intelligenz oder genetische Veranlagung.

Volker Weiß analysiert, wie sich das Bedürfnis nach Abgrenzung einer Elite in Deutschlands jüngerer Vergangenheit äußerte: von Ortega y Gasset und Friedrich Sieburg über Botho Strauß bis hin zu Peter Sloterdijk und Thilo Sarrazin. Er weist nach, dass dieses Bedürfnis nach »Elite« in direkter Tradition der republikfeindlichen Theoretiker der Weimarer Zeit steht und heute von einer »neuen« Rechten befeuert wird, der an einer konservativen Revolution gelegen ist. Ihr Ziel ist die Revision gesellschaftlicher Liberalisierungen seit dem Ende der sechziger Jahre. Neu ist, dass sich diese Strömung nicht nur mit dem Gestus der Opfer und Tabubrecher präsentiert, sondern dass sie mit dieser Strategie Erfolg hat.– Von Spengler bis Sarrazin.

Das Buch ist im Verlag Ferdinand Schöningh erschienen, umfaßt 141 Seiten und kostet 16,90 Euro.

Eine Veranstaltung im Rahmen der 9.Antirassistischen Woche, unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung.

Details zur Veranstaltung
Eintritt: 
5,00 €
Eintritt ermäßigt: 
3,00 €
Das Buch zur Veranstaltung