Veranstaltungsarchiv

14.10.14: Kerstin Preiwuß, Restwärme

Was nehmen wir mit von den Eltern? Was lebt – selbst nach ihrem Tod – in uns weiter? Marianne, Geologin, kehrt von Berlin zurück in die mecklenburgische Provinz. Ihr Vater ist gestorben. Nur ein paar Tage will sie bleiben, bis nach der Beerdigung. Doch was sie glaubte, lange hinter sich gelassen zu haben, holt sie wieder ein. Eine Familiengeschichte voller stummer Tragödien. Ihr Vater war ein gebrochener Tyrann, ihre Mutter duldete und schwieg. Schicht um Schicht trägt Marianne ab.

Datum: 
Dienstag, 14. Oktober 2014 - 19:30

Klaus Müller: Gehen, um zu bleiben

Seine Figur ist durchaus imposant: Häufig im weißen Anzug, weiße Schuhe, mit Rauschebart und mittlerweile stolzen 73 Jahren flaniert er durch Rostocks Straßen oder rauscht mit Fahrrad an einem vorbei: Klaus Müller, gebürtiger Dresdner. Seit 1968 lebt er in Rostock, hat sich nicht nur seine Eigenheiten, sondern auch den unverkennbaren sächsischen Akzent bewahrt.

Datum: 
Dienstag, 26. August 2014 - 20:00

Marianne Birthler, Halbes Land. Ganzes Land. Ganzes Leben. Erinnerungen

Geboren 1948 in Berlin, wuchs sie „ganz normal“ in der DDR auf. Schon in jungen Jahren setzte sie sich für mehr Selbstbestimmung der Frauen in der DDR ein. Ihre Haltung führte sie zuerst in die Reihen der Kirche, Mitte der achtziger Jahre in die Opposition gegen den SED-Staat und schließlich in das Zentrum der revolutionären Ereignisse von 1989.

Datum: 
Mittwoch, 11. Juni 2014 - 19:30

Kai Hensel, Sonnentau

Vor zwei Jahren war ich von dem Thriller Das Perseus-Protokoll total begeistert (und bin es immer noch!). Es war der erste Roman von Kai Hensel, spielt in Griechenland, wo vor dem Hintergrund der Finanzkrise eiskalt ein Putsch vorbereitet wird. In die dazugehörigen Wirren mit Mord und Totschlag gerät Maria Brecht hinein. Eigentlich ist Maria Brecht auf Urlaub da und jenseits von Gut und Böse, und plötzlich ist sie Ermittlerin. Und eigentlich ist Maria Deutsch-Russin, aber im Besonderen in Rostock-Lichtenhagen aufgewachsen, wo ihre Eltern immer noch wohnen.

Datum: 
Mittwoch, 7. Mai 2014 - 20:00

Silke Kettelhake, Sonja: "negativ-dekadent"

Die verhinderte Jugend der Sonja Plog. Eine Rostocker Biografie.
„Einem hergelaufenen Hund mochte man nur zeigen, ich hebe einen Stein auf. Und er begreift, das ist ein Feind, der schlägt dich tot. Und der Hund läuft davon. Ich begriff das nicht. Heute weiß ich, dass es so war. Dass der Staat die Hand mit dem Stein war.“ Sonja war 16, trug Parka, Jeans, lange Haare und der Beat dröhnte aus dem Kofferradio.
Rostock, Mai 1968: „Wir saßen hier fest. We’re not going to San Francisco, some

Datum: 
Donnerstag, 10. April 2014 - 20:00

Seiten